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Gedanken zum Wochenende, 15.04.2017

Ostern mit der Lutherrose

Die Lutherrose ist eines der bekanntesten Symbole der Evangelisch-Lutherischen Kirche. Es geht zurück auf ein Siegel, das der Kurprinz und spätere Kurfürst von Sachsen Johann Friedrich „der Großmütige“ im Jahr 1530 Luther auf der Veste Coburg geschenkt hat.

Mit Siegelring und Siegelwachs kennzeichnete der Reformator fortan Briefe und Schriften als sein Echtheitssignet.

Die Lutherrose war aber viel mehr als ein Wappen oder eine „Unterschrift“. Die Lutherrose sah Martin Luther selber als ein „Merkzeichen seiner Theologie“ an. Er erklärt es so:

In der Mitte, im Zentrum steht das Kreuz. Es ist schwarz als Erinnerung, dass wir uns nicht selbst erlösen können. Das kann nur Jesus alleine durch seinen Tod am Kreuz.

Das rote Herz, das das Kreuz umschließt, soll deutlich machen, dass wir Christen von Herzen glauben sollen und nicht nur mit unserem Verstand verstehen. Wir dürfen unseren Glauben lebendig leben und unser Herz soll Jesus gehören.

Das Herz wird von einer weißen Rose umschlossen. Diese Rose soll uns Menschen daran erinnern, dass der Glaube für uns Freude, Trost und Frieden ist und dass Jesus uns den Glauben schenkt.

Das Himmelblau steht nun für die Freude, die der Glaube uns Christen schenkt. Freude an unserem Leben das uns von Gott geschenkt ist.

Das Grün steht für das Wachstum unseres Glaubens, damit wir in unserem Glauben voran kommen, uns verändern und damit Jesus immer ähnlicher werden.

Das alles ist umschlossen von einem Goldenen Kreis (Ring), denn ein Kreis hat, wie die Liebe Gottes keinen Anfang und kein Ende. Das Gold kann auch für den Himmel stehen in dem wir einmal bei Gott sein werden.

So fasste Luther seine Theologie in einem Wappen zusammen. Von dem Mittelpunkt, dem Kreuz, an dem uns unsere Schuld bewusst wird, über die Aufforderung von Herzen zu glauben und in diesem Glauben zu wachsen, hin zur Freude, Trost, Frieden und die Hoffnung, die uns der Glaube schenkt, um in einem Kreis zu enden, der alles umschließt und keinen Anfang und kein Ende hat, nämlich die Liebe Gottes. Später wurde die ursprüngliche Lutherrose mit dem Zusatz „VIVIT“ (lateinisch: „Er lebt“) versehen als Hinweis auf den auferstandenen Christus. - Da kann es fröhlich Ostern werden!

Ich wünsche es Ihnen: Ein gesegnetes Wochenende und ein frohes Osterfest.

Ihr Pfarrer Bernd Töpfer, Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde Marktheidenfeld.

Der Heimat- und Verschönerungsverein Erlenbach hat uns zum 500. Reformationsjubiläum im Pfarrgarten an einem Hügel eine Blumenanlage gestaltet mit eben jenem Symbol der Lutherrose. So darf ich Sie, liebe Leserinnen und Leser ganz herzlich einladen zum Festgottesdienst am Ostermontag um 10.00 Uhr in der Friedenskirche und zu einem anschließenden Stehempfang mit Einweihung der Lutherrose.

Übrigens: Halten Sie sich bitte auch diesen Termin schon mal frei: Unter dem Motto „Reformation im Fluss“ wird am 20. und 21. Mai ein Fahrgastschiff mit 600 Sitzplätzen mehrmals mit verschiedenen Angeboten für unterschiedliche Zielgruppen auf dem Main zwischen Lohr und Marktheidenfeld hin und her fahren. Information darüber und auch die „Gedanken zum Wochenende“ können auf unserer Homepage: www.marktheidenfeld-evangelisch.de nachgelesen werden.

Die jeweils aktuellen Gedanken zum Wochenende können auch auf unserer Homepage: www.marktheidenfeld-evangelisch.de gelesen und heruntergeladen werden.

Die Andachten der letzten Jahre zu den verschiedensten Themen finden Sie unter „Gedanken zum Wochenende/Archiv“, - für den Fall, dass Sie selbst mal eine Andacht halten wollen…

Seite zuletzt aktualisiert am 12. Dezember 2015.