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Gedanken zum Wochenende, 26.05.2018

Denn ich traue auf Dich

Echte Verkehrsleitpfosten säumten den Weg unserer 27 Konfirmanden vom Gartentor über die Treppe, hinauf zur Kirche bis zum Altar. Die Predigt ging über Psalm 16,1+11: Da spricht der Psalmbeter: „Bewahre mich, Gott; denn ich traue auf dich. Du tust mir kund den Weg zum Leben.“ Zwei Aspekte sind mir dabei wichtig. Zum einen: Die „Erfahrung von Bewahrung“ und das daraus folgende „Vertrauen“ (darüber möchte ich heute auszugsweise schreiben); zum anderen die „Wegweisung“ (darüber dann in den Gedanken zum nächsten Wochenende mehr).

Liebe Konfirmandinnen und Konfirmanden,

Die Leitpfosten, die Euch hierher geleitet haben, lenken uns zu dem Gedanken, dass unser Leben mit einer Autofahrt verglichen werden kann. Manche unter uns haben sich schon sehr abmühen müssen auf ihrer Fahrt durch's Leben, mühevolle Bergfahrten und vielleicht auch schmerzliche Talfahrten erlebt. Manche haben sich ziemlich aufreiben müssen. Wieder andere haben auch schon krasse Vollbremsungen hingelegt oder sind übel ausgebremst worden.

Vielleicht habt Ihr, liebe Konfirmandinnen und Konfirmanden auch schon Stöße einstecken müssen im Leben; Stöße, die auf's Fahrwerk gingen, Stöße also, die man Euch nicht unbedingt ansieht, aber die noch nachwirken. Oder es hat sogar schon Dellen und Beulen im Blech gegeben, Verletzungen, die deutliche Spuren bei Euch hinterlassen haben...

Und Ihr seid erst am Beginn Eurer Fahrt durch's Leben! Unaufhaltsam rollt Ihr im Leben weiter und Ihr werdet die Erfahrung machen, dass es gar nicht so ungefährlich ist. Ja, es ist gar nicht so einfach, in der Spur zu bleiben, - da muss man aufpassen und immer rechtzeitig lenken, bremsen, Gas geben!

An dieser Doppelkurve, die auf Eurem Liedblatt abgebildet ist, gefällt mir, dass sie drei Hilfsmittel hat, damit man auf der Fahrbahn bleibt: Die Straßenbegrenzungslinien, die gestrichelten Fahrbahntrennungslinien und die Straßenleitpfosten. Straßenleitpfosten stehen immer in einem bestimmten Abstand am Straßenrand und zeigen uns, wo die Straße entlang führt. Gerade nachts oder bei Nebel ist es eine große Hilfe, wenn die Pfosten sogar das Scheinwerferlicht reflektieren und uns zeigen, wie wir lenken müssen, damit wir auf der Straße bleiben und nicht von der Fahrbahn abkommen. Niemand würde sagen: So ein Unsinn. Ich brauche keine Straßenpfosten, sie schränken mich in meiner Freiheit ein und stören mich nur beim Fahren.

Jeder weiß: Ich kann zwar auch rechts von den Pfosten vorbeifahren, diese Freiheit habe ich. Ich kann die Pfosten auch umfahren, doch dann lande ich im Straßengraben oder sogar in dem See im Hintergrund. Wenn ich die Leitpfosten nicht beachte, komme ich nicht ans Ziel meiner Fahrt.

Warum erzähle ich Euch das heute, heute an Eurer Konfirmation? An so einer Kurve wird deutlich: Es kommt nicht darauf an, dass wir möglichst schnell rollen, vorankommen im Leben, sondern es kommt darauf an, dass wir im Leben auf der Fahrbahn bleiben und das Ziel erreichen. Die Verkehrsleitpfosten bewahren uns davor, dass wir von der Fahrbahn abkommen. Wir dürfen darauf vertrauen, dass wir durch sie auf einem guten Weg bleiben und ans Ziel kommen….

Was in unserem Leben die Leitpfosten sind, dazu nächste Woche mehr…

Jetzt wünsche ich Ihnen erst einmal ein behütetes Wochenende,

Ihr Pfarrer Bernd Töpfer, Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde Marktheidenfeld.

Die jeweils aktuellen Gedanken zum Wochenende können auch auf unserer Homepage: www.marktheidenfeld-evangelisch.de gelesen und heruntergeladen werden.

Die Andachten der letzten Jahre zu den verschiedensten Themen finden Sie unter „Gedanken zum Wochenende/Archiv“, - für den Fall, dass Sie selbst mal eine Andacht halten wollen…